Svetlana aus der Ukraine – Haare färben in der Chemotherapie

Zunächst muss man in der heutigen Zeit wohl klar stellen, dass es sich hierbei um einen nicht rassistischen Artikel halten soll. Da muss man heute ja immer vorsichtig sein, obwohl ich mich dann manchmal schon frage, ob es nicht immer rassistischer ist, wenn man es vorab dann auch noch klarstellen muss.

Aber nun gut, ich bin blond, lange Haare, ohne Pony und zufrieden damit. Ich hatte auch mal pinke Haare, in der Zeit in der man sich mal so richtig austoben wollte oder braune, nach der Trennung meiner Eltern, aber grundsätzlich habe ich blond gefärbte Haare, vorzugsweise aschig, auf keinen Fall gold.

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Wie sagt man jemandem, dass man Krebs hat?

Dieser Post hätte sicher vor all den anderen erscheinen müssen – hätte euch aber trotzdem nicht geholfen. Fakt ist, es gibt keinen richtigen Zeitpunkt und auch keinen richtigen Weg!
Schatzi wurde brutal damit konfrontiert, Super-Dad behutsam, aber ebenso direkt. Vitamin-Mum ganz sensibel von Super-Dad – ebenso wie Oma & Opa. Fetti und Schnecki möglichst kinderfreundlich von mir selbst, Lucky-Grey strukturiert am Telefon, die Pinots mitten auf meiner Party, Katinka, Hulky & Sorgen-Mutta von Schatzi, Candy-Brandy und engere Freunde sogar per Whatsapp. Ich habe also alles durchprobiert und kann euch trotzdem nicht sagen, wie es geht. Trotzdem muss man, denke ich, die unterschiedlichen Adressatengruppen differenzieren:

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Ein Hoch auf Antiemetika und die positive Lebenseinstellung

2. und 3. Zyklustag erfolgreich geschafft. Ohne spucken, das löst sogar einen Freudenschrei mit Applaus bei den Pinots aus, als sie mich anrufen und auch sonst fühle ich mich gut. Schwester Flip-Flop hat mich auch die anderen Tage „bedient“ – in meiner Fantasie liege ich am Pool und sie schenkt den Pinot Grigio ein. Spätestens jetzt ist klar, woher die Pinots ihre Namen haben, oder?

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1. Zyklustag der Chemotherapie – All-inclusive-Urlaub mal anders

08:00 Uhr – ich rufe mir das Taxi in die Klinik. Alleine fahren soll man nämlich nicht. Die Krankenkasse übernimmt den größten Teil der Fahrten, hierzu benötigt ihr lediglich das Rezept von eurem Onkologen sowie die Freigabe der Krankenkasse. Ausstieg an der ontologischen Ambulanz. Und da bin ich dann also, melde mich an – einmal Chemotherapie, bitte – und muss noch kurz im Wartezimmer Platz nehmen. Ich habe große Angst. Ich werde aufgerufen und darf mir einen Platz unter 7 Stühlen – einer ist schon besetzt – aussuchen. Man sitzt sich in 2 Reihen gegenüber – toll anzusehen (Hallo Ironie!). Die Stühle sind elektrisch verstellbar.

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Let´s kill Lilli – BEACOPP eskaliert

Okidoki. Also III.-IV. Stadium mit B-Symptomen und einer kleineren extranodalen Ausbreitung (= außerhalb des Knotens liegend). Lilli macht in meinem Oberkörper mehr als 1/3 aus, sodass man in die „aggressivere“ Form der Chemotherapie rutscht – es erklärt übrigens auch meine starken Schmerzen, weil alles abgedrückt wird. Um das Wochenende vor dem Therapiebeginn zu überbrücken, habe ich vorab noch 40 mg Dexamethason 1 x tgl. (5 x 8 mg) verschrieben bekommen. Cortison kann vorübergehend zu einer Linderung führen.

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Perücke – Die Qual der Wahl

Als wenn das nicht alles genug wäre, muss ich mir jetzt auch noch eine Perücke aussuchen. Die erhält man auf Rezept, die Zuzahlungen der Krankenkassen sind jedoch stark abweichend. Erkundigt euch also am besten vorher nach den Vertragspartnern eurer Kasse, denn nur hier werden die Kosten übernommen. Ich habe also 3 Adressen bekommen, fahre zu dem ersten Laden. Es sieht ganz nett aus, hat eine gute Auswahl – aber wie fühlt man sich schon inmitten dieser Haarteile?

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Kinderwunsch nach der Chemotherapie

Meine wohl größte Angst mit Anfang/Mitte 20, ist die Angst vor dem Risiko der Unfruchtbarkeit nach der Chemotherapie. Mein Kinderwunsch ist stark vorhanden, wenn auch in ferner Zukunft. Ich fiebere also dem Termin in der Gynäkologie entgegen und hoffe, dass es eine gute Möglichkeit gibt, das bestehende Risiko zu minimieren. Es gibt 3 verschiedene Möglichkeiten die meinen Kinderwunsch retten können, erklärt mir Frau Dr. Hektisch-Verwirrt. (Sie muss ständig zwischendrin telefonieren; mich nochmal rausschicken, weil sie was vergessen hat. Sie ist wirklich total nett und es ist lediglich spaßig gemeint, aber sie ist halt eben hektisch-verwirrt)

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Port – die Erleichterung in der Chemotherapie

Nach meiner Recherche im Internet, war ich überzeugt davon, dass ein Port in der Chemotherapie die Behandlung erheblich positiv beeinflussen kann und so wurde die Portimplantation bei mir auf eigenen Wunsch veranlasst.

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Die böse Nadel bei der Lumbalpunktion – ist nur die Frage, ob für Schatzi oder für mich?!

Vor der Lumbalpunktion mit Knochenmarksbiopsie hatte ich wirklich große Angst. Als Kind wurde bei mir mal ein Nerv getroffen, sodass ich fast 2 Monate kaum sitzen konnte. Aber damit will ich keine Angst machen. Das Risiko besteht zwar, aber ist tatsächlich sehr selten. Vor allem in Kliniken, die diese Untersuchung sehr häufig machen. Aufgrund meiner Angst habe ich darüber nachgedacht, die Untersuchung nicht durchführen zu lassen. Laut Frau Dr. Ständig-Lächelnd kann Morbus Hodgkin in „seltenen Fällen“ auch in das Rückenmark übergehen. Die Wahrscheinlichkeit an Morbus Hodgkin zu erkranken ist schon dermaßen gering, es müsste also mit dem Teufel zugehen, wenn es so wäre. Aber für die Behandlung ist die Information dennoch von großer Bedeutung, weshalb ich um die Untersuchung also nicht drumrum komme. Also machen wir die Lumbalpunktion mit Knochenmarksbiopsie.

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Morbus Hodgkin – Untersuchungsmarathon von Blutbild bis Lungenfunktionstest

Holla die Waldfee – es gibt viel zu tun! Wir haben 4 Tage Zeit, um die restlichen Untersuchungen einzuholen. Am Wochenende werde ich zu meiner Familie fahren und ihnen alles erklären. Am Montag dann soll die Chemo schon beginnen.
Blutbildauswertung, Ruhe-EKG, Echo, Lungenfunktionstest, Lumbalpunktion & Knochenmarkbiopsie, CT Bauch (Hals & Thorax hab ich schon), noch 2 mal Blut abnehmen, Portimplantation, Gynäkologin, Psychoonkologie, Perücke aussuchen. Meine Tage sind ordentlich durch getaktet. Ich habe keine Zeit mir Gedanken darüber zu machen, was passiert.

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