10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 9/10

9/10 Ich packe meine Tasche und nehme mit…

… mein Handy, ein gutes Buch, meine Tabletten, Kopfhörer, bisschen Geld, Kaubonbons und Salzstangen sowie den Taxitransportschein.
Und stelle fest: die Hälfte fehlt!

Abgesehen davon, dass ich „Port-unfreundlich“ gekleidet bin, ist mein Handy zunächst einmal nicht darauf vorbereitet auch ohne Empfang für ausreichend Unterhaltung zu sorgen. Internetempfang suche ich vergeblich. Manchmal erscheint das „E“, für die ganz langsame Verbindung, oben in der Leiste, aber auch nur wenn ich in Raum 2 auf dem Platz links am Fenster sitze. Meine Musikauswahl ist ohne Internetradio leider völlig überholt.
Nächstes Mal: ziehe ich mich also Port-zugänglich an und downloade zu Hause im WLAN meine Apps & Musik (z.B. Gehirnjogging, Sudoku, #Kreuzworträtsel, Offline Radio, Hörspiele)

Also greife ich zum Buch. Ich liebe Thriller, am liebsten Arno Strobel. Diesmal habe ich #“Der Trakt“ dabei. Leider stelle fest, dass ich kein Leser bin, der die Welt um sich herum vergessen kann und im Geschehen gefesselt ist. Ich lasse mich ablenken, lese die Seite erneut. Blättere zurück, fange nochmal von vorne an. Um mich herum passiert so viel und als neugieriges Mäuschen, das Angst hat, etwas zu verpassen, schaffe ich es einfach nicht, die gelesenen Sätze auch tatsächlich gedanklich aufzunehmen. Nächstes Mal: Lieber ‚ne Cosmo einpacken, nur blättern geht besser!

Nach 1 Stunde habe ich also keine Beschäftigung für die noch verbleibenden Stunden. Klar, unterhalten kann man sich auch gerne mal, aber 3 h dann halt eben auch nicht. Nächstes Mal: kenne ich schon einige Leute, später immer mehr und unterhalte mich häufig!

Außerdem friere ich bitterlich. Cocktails gehören kalt, ist doch klar, aber das hatte ich beim Packen der Tasche wohl vergessen. 
Nächstes Mal: packe ich unbedingt eine #Kuscheldecke ein und dicke #Kuschelsocken!

Bei den nächsten Malen stelle ich außerdem fest, dass eine #Spucktüte unbedingt in die Seitentasche gehört. Einfach fürs Gefühl oder eben, wenn es doch mal nicht anders geht. Auch kann ein Satz „Chill-Kleidung“ und ‚ne Zahnbürste nicht schaden. Dass man zur Beobachtung da bleiben muss, kann nämlich schneller passieren, als einem lieb ist. Ich hatte zwar Glück, aber 2 Mal war’s knapp.

Meine Tasche ist mit jedem Zyklus besser ausgestattet gewesen und so habe ich die Zeit dann doch auch immer schnell rum bekommen. 
Nächstes Mal: Gibt´s nicht! Nochmal mach´ ich den Scheiß nicht, Lilli, das sag´ ich dir!

P.S.: Wer noch weitere Tipps hat, darf uns gerne daran teilhaben lassen! Es für sich zu behalten ist gemein, also los, raus damit!

Bei den mit # gekennzeichneten Links handelt es sich um sogenannte „Anzeigelinks“. Das mache ich, damit es für euch leichter ist, die von mir genannten Produkte anzugucken, Preise einzusehen und sie ggf. nachzukaufen.

One thought on “10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 9/10

  1. Ich hab nicht nur was zu Knabbern dabei, sondern mittlerweile ne schön gefüllte Brotzeit-Dose. Um mich rum geht nämlich immer das große Futtern los und nachdems mir während der Chemo gut geht bekomm ich da auch richtig Hunger. Ich bin erst abends ziemlich apetittlos.
    Und was zu Trinken hab ich auch mit. Da gibts bei uns in der Praxis nämlich nichts.
    Außerdem guck ich eigentlich immer, dass ich nen Platz bekomm, wo ich alles überschauen kann, auch zur Tür raus. Weil wenn weder Buch, Zeitschrift, Handy oder Handarbeit mich beschäftigen können und potentielle Gesprächspartner um mich rum seelig vor sich hin schnarchen – zu gucken gibts immer was.
    Catrin

    Catrin Antworten

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