kontakt

Kontakt

Hallo ihr Lieben,

ihr habt Fragen zum Thema Morbus Hodgkin, zu Krebs im Allgemeinen, zur Chemotherapie oder zu meinen Blogthemen?

Habt ihr Ideen und Anregungen, was ich noch besser machen kann?
Fehlt euch ein wichtiges Thema?

Oder wollt ihr einfach nur mal „Hallo“ sagen?

Dann schreibt mir jetzt auf kontakt@tage-mit-lilli.de.
Ich freue mich auf eure Nachrichten!

XOXO Eure Caty

3 thoughts on “Kontakt

  1. Hallo mal wieder,

    schön, was Neues von Dir zu lesen und dass es Dir soweit gut geht.
    Ich selber habe mittlerweile meine Reha hinter mich gebracht. Die war einigermaßen okay. Manche Physiotherapeuten haben echt super Sachen gemacht, bei manchen wars wie Kindergeburtstag. Die Ärztin dort war super und hat sich gut gekümmert. Mir auch viele Ängste genommen. Der Psychologe wollte mich dann nach 2 Sitzungen nicht mehr sehen, er meinte, ich wäre auf einem guten Weg. Wenn ich aber was gehabt hätte, hätte ich kommen dürfen. Ein paar nette Bekanntschaften habe ich auch geschlossen. Alles in allem war es okay. Ob ich es wieder machen würde, weiß ich nicht. Zu ner anderen Jahreszeit vielleicht eher.

    Ich kam dann von der Reha zurück und hatte am nächsten Tag eigentlich nen Termin zur Nachsorge. Eigentlich. Mir hat aber keiner gesagt, dass ich für den Ultraschall hätte nüchtern sein müssen. Nun gut. So hat mein Onkologe mir nur Blut abgenommen, mir ne Überweisung fürs Thorax-Röntgen in die Hand gedrückt und mir nen Termin für in 2 Wochen verpasst. „Da machen wir dann den Ultraschall, besprechen die Blutwerte und Sie gucken, dass sie bis dahin das Thorax-Röntgen gemacht haben, dann besprechen wir gleich alles“. Fürs Röntgen bekam ich dann auch gleich am Freitag drauf nen Termin. Und in der Woche kam dann ein Reizhusten. Ich mir natürlich gleich wieder die tollsten Gedanken gemacht und den Röntgen-Termin sehnlichst herbei gewünscht. Der kam dann auch endlich, ich wurde geröngt, nur war der Arzt nicht da, Bericht bekomm ich am Abend per Mail. Ich bekam das ganze Wochenende keinen Bericht. Ich hab mich sowas von verrückt gemacht. Dieser Reizhusten….. Montag-Vormittag dann endlich der Bericht. Er war recht knapp gefasst, aber die wichtigsten Worte für mich: Schlankes Mediastinum. So, noch ne halbe Woche warten bis zum Ultraschall-Termin. Der Reizhusten verschwand, ein Zwicken in der Milzgegend kam. So wie vor ziemlich genau nem Jahr. Ich machte mich wieder verrückt. Endlich Freitag und Ultraschall. Alles gut, meinte mein Onkologe. Ich hab nochmal wegen dem Zwicken nachgefragt, er schallte die Stellte nochmal. Nein, alles gut. Blutwerte auch in Ordnung. Ähm, da ist ein kleiner Knubbel am Hals. Er tastet ab, nein, auch das ist nichts, alles gut. Nur so ne kleine Fetteinlagerung. Ich soll mir nicht zu viele Gedanken machen. Naja, wenn er das sagt. Ich ging nach Hause, sollte eigentlich das Ergebnis feiern und hatte aber dieses Zwicken weiterhin. Ich konnte das Ergebnis nicht glauben. Und wieso hat er eigentlich nur den Bauch geschallt??? Hals? Achseln? Leisten? Ich hatte dann noch ne Woche später nen Termin wegen ner anderen chronischen Sache bei meiner HNO-Ärztin. Die hab ich gebeten, meinen Hals mit zu schallen, hat sie gemacht, alles gut. Da sind die Lymphknoten so klein, dass sie nicht mal darstellbar sind. Seitdem zwickts mich auch in der Milzgegend nicht mehr. Komisch. Wahrscheinlich spinn ich mir doch was zusammen. Mein Gang ist auch jeden Morgen auf die Waage. Letzte Woche hatte ich mal ein Kilo weniger drauf. Ist ja auch durchaus normal. Wassereinlagerungen, was anderes gegessen,…. oder doch Gewichtsverlust durch Hodgkin? Mittlerweile ist das Kilo wieder drauf. Also doch ganz normal.
    Du siehst, auch ich habe mit seltsamen Anwandl zu kämpfen. Ich wünsche Dir und mir und allen Betroffenen, dass da wirklich nichts ist.

    Naja und dann wollte ich ja im März das Arbeiten wieder anfangen. Haut aber mit der Wiedereingliederung und den Osterferien meiner Kinder nicht wirklich hin. Nun hat mich mein Onkologe noch den ganzen März krank geschrieben und nach Ostern steig ich dann wieder ein. Ich freu mich richtig drauf.

    Zum Thema Haare. Meine waren ja dunkelbraun, kinnlang und gelockt. Und dann bekam ich gleich kurz nach der Chemo schneeweiße Kotletten und graue Stoppeln am Kopf. Schock! Die Kotletten hab ich mir sofort wegrasiert. Wer braucht denn bitte sowas?????? Sie kamen dann auch nicht wieder. Und dann dieses Grau auf meinem Kopf. Ich war tieftraurig. Ich bin zwar schon 40, aber für graue Haare dann doch noch etwas zu jung. Ich will das nicht! Aber färben soll ja in Sachen Krebs auch nicht das Gesündeste sein. Nach ein paar Wochen legte sich dann aber die schlechte Stimmung. So langsam kam ein dunkles Braun durch. Seit Weihnachten geh ich auch wieder „oben ohne“, zumindest Indoor. Draußen ists mir noch zu kalt. Und seit 3 Wochen ungefähr gehts nicht mehr ohne Styling. Morgens sind sie auf der einen Seite platt gelegen, der Rest steht dafür kreuzweise. Auch mit nem Kamm ist da nichts mehr getan. Also nass machen und mit Gel und Wachs die Sache in Form bringen. Resonanz überall: Hey, dir stehn die kurzen Haare supergut! Du schaust richtig frech aus! Mein Mann fragte mich erst gestern, ob ich mir die Haare wirklich wieder lang wachsen lassen will, er findets mit den kurzen schöner, frecher, flotter. Mmm. Und diese Worte aus meinem Mann seinem Mund??? Ich werd mal drüber nachdenken. Aber ein bisschen müssen sie schon noch, 4cm sind eindeutig zu kurz. Locken sind auch keine in Sicht, die hätte ich aber gerne wieder. Und ich denke drüber nach in 3-4 Wochen mal zum Friseur zu gehen. Da ein bisschen Form reinbringen lassen. Die restliche Körperbehaarung wächst, im Gegensatz zu Dir, auch wie eh und je und ich hab meine Arbeit wieder damit. Unter den Achseln ists etwas weniger.

    Was ich Dich fragen wollte. Was wird jetzt bei der zweiten Nachsorge denn alles gemacht? Meinem Onkologen muss man solche Auskünfte immer aus der Nase ziehen und dank Wiedereingliederungsdiskussion hab ich das beim letzten Termin total vergessen. Ich hatte jetzt bei der ersten Nachsorge nicht wirklich viel. Thorax-Röntgen, Ultraschall vom Bauch und Blutbild. Und er hat mich nach meinem Befinden gefragt und ob ich irgendwelche B-Symptome hab.

    Und hat man Dir auch Sachen gesagt, die du als Lymphompatientin in nächster Zeit eher nicht machen sollst? Von meinem Onkologen kam da nichts, aber in der Reha sagte die Ärztin mir, dass ich nichts machen soll, was das Lymphsystem anregt. Z. B. klassische Massagen. Ich bekam dort stattdessen Marnitz-Therapie. In die Sauna soll ich nicht, keine Dampfbäder, alles was über 37 Grad Celsius, also über Körpertemperatur ist, soll ich nicht machen. Weil die Wärme das Lymphsystem anregt. Die Wissenschaft ist sich noch uneins drüber, ob da, sollte noch was vorhanden sein, wieder was im Körper verteilt wird. Mmm. Ich kann damit leben. Obwohl ich so ein Heiß-Duscher bin.

    Oh je, jetzt hab ich Dir nen ganzen Roman erzählt. Ich hoffe, ich hoffe, ich nerve Dich nicht damit.

    LG
    Catrin

    Catrin Antworten

  2. Liebe Caty,

    nachdem ich deinen Blog gefunden habe, konnte ich das erste mal, seit meiner Krebsdiagnose „schmunzeln“! Du bist die geborene Schriftstellerin!
    Du solltest Bücher schreiben und und und…..

    Eine junge Frau in deinem Alter mit so einem Talent! Wunderbar.

    Du hast mir auf deiner Seite so viele Fragen beantwortet, die einem ja niemand sonst beantwortet! Weder Ärzte noch Schwester, alles muss man denen aus der Nase ziehen!!! Im Internet gibt es kaum Informationen.

    Kurz zu mir, bin 47 Jahre, weiblich, kein „Muttityp“, sportlich, modern, kreativ.Lachte für mein Leben gern, auch wenn ich schon viele Schicksalsschläge (Todesfälle) wegstecken musste.Habe immer versucht nach vorne zu schauen. Und dann kam der 7.September 2016, gegen 12.30 Uhr, als mir der Professor in der Klinik mittelte, dass ich einen aggressiven Lymphdrüsenkrebs habe.
    Erster Gedanke: Krebs=Tod!!!
    Das nur kurz zu mir.

    Jetzt aber nochmal zu Dir, liebe Caty, die uns, ich spreche sicherlich im Namen von vielen hier, Mut macht, uns Kraft gibt und viele viele Tipps, um die ganze „Sache“ zu überstehen!
    Ich wünsche Dir alles liebe und vor allem dauerhafte Gesundheit und Glück!

    Chapeau, liebe Grüße aus Bayern, Heike

    Wäre schön, mal wieder was von Dir zu lesen, aber könnte verstehen, wenn Du auch einen gewissen Abstand von „Lilli“ brauchst.

    Heike Antworten

    1. Liebe Heike,

      vielen lieben Dank für deine Worte. Ich freue mich sehr, dass du das Gefühl hast, dass dir meine Seite hilft.

      Ich drücke dir fest die Daumen, dass du nach deinen Schicksalsschlägen noch einmal all deine Kraft zusammenraufen kannst und dich an den Haaren aus jedem tiefen Loch ziehen kannst!

      Ich schreibe tatsächlich grad an dem Buch „Tage mit Lilli“ – wenn auch durch die neue berufliche Herausforderung etwas schleppend. Auch emotional kann ich meistens nicht mehr als 2 Beiträge bearbeiten, weil das akribische Auseinandersetzen mit den Abschnitten doch recht aufwühlend ist. Aber ich bleibe dran, in der Hoffnung noch mehr Erkrankten das Gefühl von Kontrolle zu geben.

      Liebe Grüße,
      Caty

      PS: „kein Muttityp“ find ich witzig! :)

      PS

      Caty Antworten

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