10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 3/10

3/ 10 Fragenkatalog

„Haben Sie noch Fragen?“ – „Ähm, nein, danke.“ 
Wie das immer so ist, Hauptsache schnell raus da. Und schon fallen einem gleich 3 ein, die einem in der Nacht noch den Schlaf geraubt haben.
Das geht mir ja schon beim Hausarzt so. Wenn man dann mal da ist, dann hätte man doch am Liebsten gleich auch noch dran gedacht zu fragen, ob er nicht ganz kurz nur einmal einen Blick auf die Nagelhaut oder den einen Leberfleck werfen kann. Aber ist man erstmal im Behandlungsraum, ist man auch schon wieder draußen. Und jetzt habe ich Krebs, das bringt ja irgendwie viel mehr Verantwortung mit sich. Natürlich hab´ ich da Fragen – muss man doch irgendwie, weil es ja schon auch ´ne große Sache ist, oder? Diesmal soll es also nicht so laufen, wie sonst.

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10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 2/10

2/ 10 Googeln und stark sein

Weiß ich wie Morbus Hodgkin entsteht. Woher der Name kommt? Ist mir völlig Banane! Wenn Forscher seit Jahrzehnten nicht mal den Alkoholschmerz erklären können, die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken bei 0,1 %, und die daran zu sterben bei <0,1 % liegt, dann hilft mir das kein bisschen weiter. Heilungsrate 75 %. Na und? Wer rechnen kann, merkt schnell: es gibt noch 25 % auf der anderen Seite!

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10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 1/10

Nicht, dass ich behaupten will, dass ich voll die Ahnung davon habe, was zu tun ist. Aber eines weiß ich ganz sicher: die Ablenkung, die meine Lilli-Liste mit sich bringt, ist es allein wert, sie zu lesen und im Zweifel hilft sie dann auch tatsächlich noch weiter. Ich bin planerisch veranlagt, liebe es, Partys zu organisieren; auch beruflich gehe ich möglichst strukturiert vor. Lucky-Grey würde jetzt sicher lachen, denn mein Schreibtisch ist derjenige, der Chaos suggeriert. Schon während meiner Ausbildung war die fehlende Ordnung an meinem Arbeitsplatz einer der wenigen Kritikpunkte – ich wollte daran arbeiten, wirklich, aber dahinter steckt ein ausgetüfteltes System. Ganz sicher. Irgendeins halt. Fragt jetzt nicht welches. Das lenkt vom Thema ab.

Chemotherapie also. Tausend Dinge, die auf einen einprasseln, Millionen Fragen, die sich ergeben und es scheint niemanden zu geben, der einen dort abholen kann, keinen Leitfaden, wie vorzugehen ist. Das versetzte mich in Panik.

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Kortison-Fettmops und der Sieg über die Übelkeit

Ich bin fett! Und krebsrot! Schatzi sagt, er würde nichts sehen. Aber vermutlich nur, weil der Cortisonstempel auf meiner Stirn durch die dicken Hamsterbacken untergeht. Wie soll man sonst nicht wahrnehmen, dass ich aussehe wie ein Michelinmännchen??
Da hab´ ich mich grad sowas wie „angefreundet“ mit meinem kahlen Kopf, nachdem Schnecki ihn gestreichelt hat und gesagt hat, ich wäre trotzdem hübsch und nachdem Fetti sagte: „Hätte ich mir schlimmer vorgestellt“ – frei übersetzt also sowas wie: „Krass, du siehst mega aus!“ – und nun war’s das schon wieder mit den weiblichen Gesichtszügen.

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Ich bin dann mal „out of order“ – Abschied in den 2. Chemotherapie-Zyklus

Erster Zyklus Chemotherapie geschafft! Augenscheinlich lief es ja ganz gut, lief’s tatsächlich. Ich hatte eine tolle letzte Woche, vielen Dank an alle Beteiligten! Hin und wieder war ich mal müde, mal bisschen Kopfweh, Hitzewallungen, Übelkeit. Aber halt eben nur „hin und wieder“. Meine Schleimhäute sind weiterhin sehr trocken, aber schmecken konnte ich die letze Woche gut und das habe ich wahrhaftig ausgenutzt! Calamares bei Vitamin-Mum, Lammfilet und Aperol-Spritz bei Super-Dad, Sushi mit Schatzi, scharfe Scampipizza mit Oma und Opa. Ich sollte die nächsten 2 Wochen ohne Geschmack also verkraften und hoffe, dass er in der 3. Woche wieder da ist.

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erneuter Haarbeitrag, diesmal der letzte – R.I.P. geliebtes Haar

Bei all den spaßigen Geschichten, die ich mit meinen Haaren nun noch erleben durfte, bin ich nun, an Tag 14 des Chemotherapiezyklus, den Tränen sehr nahe. Was rede ich, ich schwimme in meinem Meer aus Tränen. Ich stehe morgens schlaftrunken auf, putze meine Zähne, kämme mein Haar. Und da sind sie – nicht mehr auf meinem Kopf, sondern in der Bürste – ganz viele dieser schwarzen Haare. Sie gehören dort nicht hin. Ich will sie auf meinem Kopf behalten. Bei all der Kraft und Stärke, die ich aufbringe, um mich gegen Lilli zu wehren, denke ich, dass sie nun doch sehr nah dran ist, mich von meiner positiven Einstellung abzubringen. Ich fange mich, bin aber noch lange nicht stark genug, die Haare abzurasieren. Was hab´ ich erwartet? Dass dieser Tag kommt, war klar. Aber dass sich Lilli nun wie Miley Cirus auf dem Wrecking Ball räkelt, um mich aus der Bahn zu werfen, hatte ich dann doch nicht erwartet. (für Oma: Miley Cirus ist eine skandalträchtige Sängerin, die ein wirklich obszönes Musikvideo gedreht hat, auf dem sie nackt auf einer Abrissbirne durch´s Bild schwingt – Ja, auch meine Oma liest meinen Blog)

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Haarmission die II. – Hulky & Schatzi und das IKEA-Schneidebrett

10 Tage nach der Chemotherapie habe ich also noch immer keinen gravierenden Haarausfall. Natürlich fasse ich mir schon seit einigen Tagen regelmäßig in die Haare, bin dann aber doch froh, dass es ganz gut hält. Die Freude über meine noch vorhandenen Haare kann Schatzi aber leider so gar nicht teilen, da er schon seit Tagen sehnsüchtig darauf wartet, mir die Haare kurz zu schneiden. Und als dann auch Hulky, Schatzis Bruder, der uns über die paar freien Tage besucht, die Augen bei dem Gedanken leuchten, mir JETZT die Haare zu schneiden, ist mein Widerstand also gebrochen.

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Aplasiephase – aber mit der Unterstützung von Guido Mario Kretschmer läuft´s

Da bin ich jetzt also, mitten in der Aplasiephase, man kann auch Neutropenie sagen – wir wollen unseren Wissenshorizont ja stetig erweitern, obwohl ich bis vor kurzem lieber mein Wissen im Bereich Steuern als im Bereich Lymphdrüsenkrebs und Chemotherapie erweitert hätte. Super-Dad sagt nämlich immer, man muss Ahnung von Steuern haben, aber im Moment will Lilli dann doch den größten Teil meiner Aufmerksamkeit. Blöde Morbus-Kuh!

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Svetlana aus der Ukraine – Haare färben in der Chemotherapie

Zunächst muss man in der heutigen Zeit wohl klar stellen, dass es sich hierbei um einen nicht rassistischen Artikel halten soll. Da muss man heute ja immer vorsichtig sein, obwohl ich mich dann manchmal schon frage, ob es nicht immer rassistischer ist, wenn man es vorab dann auch noch klarstellen muss.

Aber nun gut, ich bin blond, lange Haare, ohne Pony und zufrieden damit. Ich hatte auch mal pinke Haare, in der Zeit in der man sich mal so richtig austoben wollte oder braune, nach der Trennung meiner Eltern, aber grundsätzlich habe ich blond gefärbte Haare, vorzugsweise aschig, auf keinen Fall gold.

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1. Zyklustag der Chemotherapie – All-inclusive-Urlaub mal anders

08:00 Uhr – ich rufe mir das Taxi in die Klinik. Alleine fahren soll man nämlich nicht. Die Krankenkasse übernimmt den größten Teil der Fahrten, hierzu benötigt ihr lediglich das Rezept von eurem Onkologen sowie die Freigabe der Krankenkasse. Ausstieg an der ontologischen Ambulanz. Und da bin ich dann also, melde mich an – einmal Chemotherapie, bitte – und muss noch kurz im Wartezimmer Platz nehmen. Ich habe große Angst. Ich werde aufgerufen und darf mir einen Platz unter 7 Stühlen – einer ist schon besetzt – aussuchen. Man sitzt sich in 2 Reihen gegenüber – toll anzusehen (Hallo Ironie!). Die Stühle sind elektrisch verstellbar.

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