(Weiter)Leben.

Neustart Frankfurt. Husten. Alles gut. Lungenentzündung. Bekämpft. Lungenentzündung, die zweite. Alles wird wieder gut. Krebs, Lilli. Kurz vor knapp. Kampf. Chemo. Bestrahlung? Weiter kämpfen? PET-Scan. Angst! Gesund. Rauschen. Angst…

Der Titel meines Filmes würde vermutlich „Von einem Extrem ins andere“ heißen. Oder „Ein Jahr Achterbahn“. Ich habe die Hauptrolle gespielt, aber den Film kann ich mir erst jetzt angucken. Während des Drehs hatte ich keine Zeit. Da war ich Caty, die Kämpferin. Die, die ihr kennt. Die humorvoll mit dem Thema Krebs umgegangen ist; stark war.

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Welcome back – Übelkeit nach Lillimassaker

Nicht nur ich bin also heil wieder aus dem Urlaub zurück, sondern auch meine Augenbrauen und Wimpern lächeln mich inzwischen wieder im Spiegel an. Nach nun 45 Tagen seit der letzten Chemotherapie zwar noch zaghaft, aber immerhin sind die Wimpern schon wieder unzähl- und tuschbar. Vermutlich M2 Lashes# sei Dank. (RevitaLash# ist übrigens günstiger und funktioniert ebenso gut) An meine langen Wimpern vor der Therapie können sie zwar noch nicht anknüpfen, aber hat ja grad erst angefangen. Meine Haare hingegen sind weiterhin einsame Gefährten, die sich bisher nur einzeln und eher flaumartig auf dem Kopf und auf den Beinen verirren.

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10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 9/10

9/10 Ich packe meine Tasche und nehme mit…

… mein Handy, ein gutes Buch, meine Tabletten, Kopfhörer, bisschen Geld, Kaubonbons und Salzstangen sowie den Taxitransportschein.
Und stelle fest: die Hälfte fehlt!

Abgesehen davon, dass ich „Port-unfreundlich“ gekleidet bin, ist mein Handy zunächst einmal nicht darauf vorbereitet auch ohne Empfang für ausreichend Unterhaltung zu sorgen. Internetempfang suche ich vergeblich. Manchmal erscheint das „E“, für die ganz langsame Verbindung, oben in der Leiste, aber auch nur wenn ich in Raum 2 auf dem Platz links am Fenster sitze. Meine Musikauswahl ist ohne Internetradio leider völlig überholt.
Nächstes Mal: ziehe ich mich also Port-zugänglich an und downloade zu Hause im WLAN meine Apps & Musik (z.B. Gehirnjogging, Sudoku, #Kreuzworträtsel, Offline Radio, Hörspiele)

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10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 8/10

8/10 Langeweile in der Chemotherapie vs. Ablenkung und Eigeninitiative

Bei der ganzen Aufruhe und Hektik, die Lilli so im Gepäck hat, bin ich erstmal sogar froh, als Ruhe einkehrt; ich mich mit mir selbst beschäftigen kann. Die ersten Tage ist es sogar cool, ein wenig auf dem Sofa zu chillen. All die Filme zu gucken, die man das letzte Jahr verpasst hat und die Bücher in die Hand zu nehmen, die man zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, aber noch keine Zeit hatte, sie zu lesen. Und dann kommt die zweite Woche. Die über den Tag einhergehende soziale Isolation droht, mich zunehmend irre zu machen. Hinzu kommt die Unfähigkeit, so richtig aktiv zu sein. Jede Tätigkeit, die eine Ablenkung verschaffen könnte, ist verboten; im Sinne von erhöhter Ansteckungsgefahr, verbunden mit dem Tragen eines Mundschutzes oder zu anstrengend. Eine Aufgabe fehlt. Vielleicht ein bisschen von zu Hause arbeiten? Lucky-Grey würde sich freuen. Geht, aber die geistige Anstrengung kann man sich dann doch auch nur vorübergehend und an guten Tagen geben.

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Wer zu laut „mir geht’s gut“ ruft, würgt dämlich

Merke: Wenn es dir im 5. Zyklus gut geht, obwohl du was anderes erwartet hast, schrei es nicht heraus. Tu’s einfach nicht! Ärgert Lilli näHmlich ungemein, und weil ich so dämlich war, schreib ich zur Strafe sogar näHmlich mit „h“. Sozusagen als stilistisches Mittel, das „h“ als Metapher für Dämlichkeit.

Ab Tag 4 kam näHmlich die Wende. Ich Hohlkopf! Würgreiz steht jetzt auf dem Programm. Na so was Tolles aber auch. Herzlich Willkommen im Repertoire an „Catys persönlichen Nebenwirkungen in der Chemotherapie.“ Morgens nach dem Aufstehen, Abends nach dem Sushi oder einfach nur mal so für zwischendurch. (Immer noch bin ich übrigens der Auffassung, dass ich lieber von Sushi spucken würde, als drauf zu verzichten!) Meistens bleibt aber alles drin. Anscheinend habe ich ungeahnte Talente im „nicht spucken, trotz würgen.“ Yes! Wenn mal wieder nach meinen Stärken fragt: das is eine davon!

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Morbus Hodgkin und mein Kampf – Kurz zu mir

Ich heiße Caty, bin 24 Jahre alt und befinde mich im III.-IV. Stadium von Morbus Hodgkin (einer seltenen Form von Lymphdrüsenkrebs) mit B-Symptomen und einer kleineren extranodalen Ausbreitung (= außerhalb des Knotens liegend), sodass ich mit BEACOPP esk. behandelt werde. Meinen persönlichen Krebs nenne ich Lilli, damit es für alle leichter ist darüber zu sprechen. In meinem Krebs Blog möchte über das Morbus Hodgkin Lymphom und den Krankheitsverlauf aufklären und euch die Angst vor der kommenden Zeit nehmen, indem ich euch an meinen Erfahrungen teil haben lasse. Alle um mich herum agierenden Personen sind mit liebe- und humorvollen Spitznamen entfremdet worden. Hier die wichtigsten in Kürze:

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