10 Dinge, die man vor der Chemotherapie erledigen sollte – 5/10

5/10 Abschiedsparty schmeißen

Oh, gewiss ist mir erstmal nicht nach Party zumute, als ich die Diagnose Morbus Hodgkin erhalte. Hätte mir jemand gesagt: „Und jetzt schmeißt du erstmal ´ne Party“, alter Schwede, dem hätte ich aber ´n Vogel gezeigt! Als wenn ich jetzt nichts Besseres zu tun hätte?!

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Dinge, über die man nicht sprechen möchte – Schmetterlingsfissur

Ich habe mich dazu entschlossen, einen Blog über Morbus Hodgkin zu schreiben und darüber aufzuklären, wie die Krankheit abläuft, was für Symptome oder Nebenwirkungen sie mit sich bringt. Also mach´ ich das. Mit all den Konsequenzen, die das so nach sich zieht. Hemmschwellen darf’s also nicht geben. Und glaubt mir, die Schwelle über Nachfolgendes zu sprechen, ist ungefähr genauso hoch, wie der Mount Everest. Ich war noch nie da, aber ich glaube er ist SEHR hoch. Ausreichend hoch zumindest, um zu zeigen wie groß meine Hemmschwelle ist. Es gibt Dinge, mit denen möchte man sich mit Mitte 20 dann wirklich einfach nicht beschäftigen. Und normalerweise ist das vermutlich auch nichts, was man mit seinen Freunden, der ganzen Familie und schon gar nicht Fremden besprechen würde. Aber das „normalerweise“ hat sich ja schon erledigt, als ich angefangen habe, über meinen Lyhmpdrüsenkrebs Lilli zu sprechen. Macht man ja auch nicht. Krebs, das böse Tabuthema. Ich breche damit und ihr auch, schließlich lest ihr es. Also sind wir vermutlich so weit, dass Tabus für uns kein Thema mehr sind. Also, lasst uns über Fissuren sprechen.

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erneuter Haarbeitrag, diesmal der letzte – R.I.P. geliebtes Haar

Bei all den spaßigen Geschichten, die ich mit meinen Haaren nun noch erleben durfte, bin ich nun, an Tag 14 des Chemotherapiezyklus, den Tränen sehr nahe. Was rede ich, ich schwimme in meinem Meer aus Tränen. Ich stehe morgens schlaftrunken auf, putze meine Zähne, kämme mein Haar. Und da sind sie – nicht mehr auf meinem Kopf, sondern in der Bürste – ganz viele dieser schwarzen Haare. Sie gehören dort nicht hin. Ich will sie auf meinem Kopf behalten. Bei all der Kraft und Stärke, die ich aufbringe, um mich gegen Lilli zu wehren, denke ich, dass sie nun doch sehr nah dran ist, mich von meiner positiven Einstellung abzubringen. Ich fange mich, bin aber noch lange nicht stark genug, die Haare abzurasieren. Was hab´ ich erwartet? Dass dieser Tag kommt, war klar. Aber dass sich Lilli nun wie Miley Cirus auf dem Wrecking Ball räkelt, um mich aus der Bahn zu werfen, hatte ich dann doch nicht erwartet. (für Oma: Miley Cirus ist eine skandalträchtige Sängerin, die ein wirklich obszönes Musikvideo gedreht hat, auf dem sie nackt auf einer Abrissbirne durch´s Bild schwingt – Ja, auch meine Oma liest meinen Blog)

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Wie sagt man jemandem, dass man Krebs hat?

Dieser Post hätte sicher vor all den anderen erscheinen müssen – hätte euch aber trotzdem nicht geholfen. Fakt ist, es gibt keinen richtigen Zeitpunkt und auch keinen richtigen Weg!
Schatzi wurde brutal damit konfrontiert, Super-Dad behutsam, aber ebenso direkt. Vitamin-Mum ganz sensibel von Super-Dad – ebenso wie Oma & Opa. Fetti und Schnecki möglichst kinderfreundlich von mir selbst, Lucky-Grey strukturiert am Telefon, die Pinots mitten auf meiner Party, Katinka, Hulky & Sorgen-Mutta von Schatzi, Candy-Brandy und engere Freunde sogar per Whatsapp. Ich habe also alles durchprobiert und kann euch trotzdem nicht sagen, wie es geht. Trotzdem muss man, denke ich, die unterschiedlichen Adressatengruppen differenzieren:

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Ein Hoch auf Antiemetika und die positive Lebenseinstellung

2. und 3. Zyklustag erfolgreich geschafft. Ohne spucken, das löst sogar einen Freudenschrei mit Applaus bei den Pinots aus, als sie mich anrufen und auch sonst fühle ich mich gut. Schwester Flip-Flop hat mich auch die anderen Tage „bedient“ – in meiner Fantasie liege ich am Pool und sie schenkt den Pinot Grigio ein. Spätestens jetzt ist klar, woher die Pinots ihre Namen haben, oder?

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1. Zyklustag der Chemotherapie – All-inclusive-Urlaub mal anders

08:00 Uhr – ich rufe mir das Taxi in die Klinik. Alleine fahren soll man nämlich nicht. Die Krankenkasse übernimmt den größten Teil der Fahrten, hierzu benötigt ihr lediglich das Rezept von eurem Onkologen sowie die Freigabe der Krankenkasse. Ausstieg an der ontologischen Ambulanz. Und da bin ich dann also, melde mich an – einmal Chemotherapie, bitte – und muss noch kurz im Wartezimmer Platz nehmen. Ich habe große Angst. Ich werde aufgerufen und darf mir einen Platz unter 7 Stühlen – einer ist schon besetzt – aussuchen. Man sitzt sich in 2 Reihen gegenüber – toll anzusehen (Hallo Ironie!). Die Stühle sind elektrisch verstellbar.

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Let´s kill Lilli – BEACOPP eskaliert

Okidoki. Also III.-IV. Stadium mit B-Symptomen und einer kleineren extranodalen Ausbreitung (= außerhalb des Knotens liegend). Lilli macht in meinem Oberkörper mehr als 1/3 aus, sodass man in die „aggressivere“ Form der Chemotherapie rutscht – es erklärt übrigens auch meine starken Schmerzen, weil alles abgedrückt wird. Um das Wochenende vor dem Therapiebeginn zu überbrücken, habe ich vorab noch 40 mg Dexamethason 1 x tgl. (5 x 8 mg) verschrieben bekommen. Cortison kann vorübergehend zu einer Linderung führen.

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B-Symptome bei Morbus Hodgkin und das Warten auf Lilli

Warten. Ich warte darauf, dass der Termin in der Onkologischen Ambulanz im Krankenhaus stattfindet. Dr. Ständig-Lächelnd erklärt mir, dass meine Symptome lehrbuchartig auf Morbus Hodgkin hindeuten, aber wir müssten erst einen Lymphknoten entnehmen und untersuchen. Morbus Hodgkin verläuft „in der Regel“ – so das Internet – schmerzfrei.

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Morbus Hodgkin und mein Kampf – Kurz zu mir

Ich heiße Caty, bin 24 Jahre alt und befinde mich im III.-IV. Stadium von Morbus Hodgkin (einer seltenen Form von Lymphdrüsenkrebs) mit B-Symptomen und einer kleineren extranodalen Ausbreitung (= außerhalb des Knotens liegend), sodass ich mit BEACOPP esk. behandelt werde. Meinen persönlichen Krebs nenne ich Lilli, damit es für alle leichter ist darüber zu sprechen. In meinem Krebs Blog möchte über das Morbus Hodgkin Lymphom und den Krankheitsverlauf aufklären und euch die Angst vor der kommenden Zeit nehmen, indem ich euch an meinen Erfahrungen teil haben lasse. Alle um mich herum agierenden Personen sind mit liebe- und humorvollen Spitznamen entfremdet worden. Hier die wichtigsten in Kürze:

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