Sonographie die 2. – Wo ist Dr. Hot?

2. Kontrolltermin. Den Gedanken, die Tigerunterwäsche als Glücksbringer zu tragen, verwerfe ich schnell, als mir in den Sinn kommt, dass Dr. Hot sich im Zweifel sogar daran erinnert, dass ich diese auch schon bei der letzten Untersuchung getragen habe.

Ich komme pünktlich, diese Mal mit leerem Magen. Alles läuft nach Plan. 5 Minuten warte ich auf´s Röntgen und werde danach direkt von einer Schwester abgefangen, die mich zur Sonographie bringt. Ich könnte mich schon mal oben frei machen und hinlegen, der Doc würde gleich kommen. Gesagt, getan. Als ich darüber nachdenke, dass es schon etwas komisch aussieht, aus dem Liegen hochzukommen, um Dr. Hot die Hand zu schütteln und von der entstandenen Bauchfalte abzulenken, öffnet sich die Tür: 50 graue Jahre lächeln mir hinter einem Vollbart entgegen, gefolgt von einer Ärztin in Spe, die damit beschäftigt ist, kompetent zu gucken. Falsche Tür Jungs, ich warte auf Dr. Hot.
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That´s it! Chemotherapie, der letzte Tag

Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt – das ist es wohl, was meinen letzten Chemotherapie-Tag am Besten beschreibt.

Ich denk so: „Hingehen, Port anstechen, Cocktail innerhalb von 50 Minuten reinlaufen lassen, Tavegil ausschlafen, gut fühlen und vor Freude heulen, dass alles vorbei ist.“

Es passiert Folgendes:

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Pawlow? Was will der denn jetzt?

Schon Tage zuvor war da der Gedanke an Montag, den 5. Zyklus. Der so schlimm werden wird, wie alle prophezeiten. Also übte ich mich mit Burger, Lieblingspizzeria, einem Besuch im Hamam mit Abschluss im Hooters inklusive Pina Colada in gewohnter Kompensationstechnik. Gut, ein kleines Tränenbad am Sonntag Morgen aus Angst blieb dennoch nicht aus, trotzdem fühlte ich mich gewappnet.

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Kortison-Fettmops und der Sieg über die Übelkeit

Ich bin fett! Und krebsrot! Schatzi sagt, er würde nichts sehen. Aber vermutlich nur, weil der Cortisonstempel auf meiner Stirn durch die dicken Hamsterbacken untergeht. Wie soll man sonst nicht wahrnehmen, dass ich aussehe wie ein Michelinmännchen??
Da hab´ ich mich grad sowas wie „angefreundet“ mit meinem kahlen Kopf, nachdem Schnecki ihn gestreichelt hat und gesagt hat, ich wäre trotzdem hübsch und nachdem Fetti sagte: „Hätte ich mir schlimmer vorgestellt“ – frei übersetzt also sowas wie: „Krass, du siehst mega aus!“ – und nun war’s das schon wieder mit den weiblichen Gesichtszügen.

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